
Das goldene Vließ
In einer wilden, felsigen Landschaft am Rande des Meeres bereiten sich die jungen Priesterinnen und die stolze Tochter des Königs von Kolchis, Medea, auf ein heiliges Opferritual vor. Zwischen fernen Altären, knorrigen Säulen und einer monumentalen Statue, zieht ein dichter Nebel die Spannung herauf, während Medea ihr Bogen spannen und ein Reh durchbohren lässt. Das Spiel eröffnet mit aufgeregten Gesängen zu der unberechenbaren Göttin Darimba, deren Segen über Feld und Wald verlangt wird, und wir spüren sofort das Ringen zwischen Pflicht und persönlicher Leidenschaft.
Die Beziehung zwischen Medea und ihrer Amme Gora ist von Respekt, aber auch von latenter Angst durchzogen, während die junge Peritta, eine von Medeas Begleiterinnen, in ein brisantes Versprechen verstrickt ist. Als ein fremdes Schiff im Hintergrund anlegt, drängt die Angst um den Schutz des Jagdreviers und das drohende Eindringen fremder Kräfte das Geschehen weiter an. Das Drama entfaltet einen Kampf zwischen Loyalität, Machtgier und dem Wunsch nach Unabhängigkeit, der die Zuhörer schon im ersten Akt fesselt.
Language
de
Duration
~4 hours (235K characters)
Publisher of text edition
Project Gutenberg
Release date
Apr 1, 2005
Rights
Public domain in the USA.

1791–1872
A master of Austrian drama, his plays blend classical form with deep feeling, moral conflict, and a quiet sense of tragedy. Long appreciated for works like Sappho and The Golden Fleece, he remains one of the central voices of 19th-century German-language literature.
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