
In den prunkvollen Hallen Roms, wo die Mönche das Morgengebet schmettern und Karl der Große die kaiserliche Krone trägt, entsteht ein lebhaftes Bild von Macht und Ritual. Neben dem glänzenden Reiterbild versammelt sich eine bunte Schar Höflinge, die sich zwischen ehrfürchtigem Respekt und flapsigen Späßen hin und her bewegen. Das Getöse der Gespräche über Wein, Veilchen und die Beschämung eines antiken Pferdes verleiht der Szene einen leicht satirischen Unterton, der das ernste Antlitz des Kaisers kontrastiert.
Im Zentrum steht ein junger Ratsherr, der Sohn eines Bischofs, der von seiner Herkunft spricht und zugleich nach einem wahren Zeugnis sucht. Während er zwischen den spöttischen Bemerkungen seiner Mitstreiter und dem ehrwürdigen Klang der Mönche wandelt, spürt er die Schwere der Verantwortung, die mit dem Namen „Richter“ einhergeht. Die Erzählung verwebt Humor, religiöse Symbolik und das Ringen nach Gerechtigkeit zu einem ersten Akt, der das Publikum auf das weitere Spiel von Moral und Macht einstimmt.
Language
de
Duration
~2 hours (139K characters)
Publisher of text edition
Project Gutenberg
Release date
2006-01-01
Rights
Public domain in the USA.

1825–1898
Best known for finely crafted historical novellas and memorable narrative poems, this Swiss writer brought the past to life with psychological depth and a cool, elegant style. His work helped make him one of the major German-language authors of 19th-century realism.
View all books
by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer

by Conrad Ferdinand Meyer