
Das grüne Gesicht Ein Roman von Gustav Meyrink
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In den verwinkelten Gassen des alten Amsterdams stößt ein elegant gekleideter Fremder auf ein eigenartiges Schaufenster, das von verschnörkelten Lettern und leuchtenden Bildern übersät ist. Das Ladenlokal, das sich wie ein Labyrinth aus Glasvordächern und schmalen Gängen erstreckt, ist überfüllt mit skurrilen Waren – von papiermaché‑Skelet‑Figuren bis zu glitzernden Messingringen, die groteske Porträts von Schwiegermüttern tragen. Die Atmosphäre wirkt zugleich verstaubt und verzaubert, als ob das Geschäft ein Sammelbecken für verborgene Geheimnisse der Stadt wäre.
Im Inneren begegnet der Reisende einem dunklen, violett rasierten Kavalier, der die Zeitung studiert, und einer verführerisch wirkenden jungen Frau, die in gebrochenem Holländisch ein rätselhaftes Zaubertrick‑Spiel anbietet. Zwischen den rätselhaften Artefakten und dem flüsternden Klang der heruntergelassenen Fensterläden entsteht ein Gefühl von Neugier und leiser Bedrohung – ein erster Schritt in eine Welt, in der das Alltägliche mit dem Übernatürlichen verschmilzt.
Language
de
Duration
~8 hours (480K characters)
Publisher of text edition
Project Gutenberg
Credits
Produced by Jana Srna, Jens Sadowski, mcbax and the Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was produced from images generously made available by the Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser at http://www.gasl.org)
Release date
2014-06-11
Rights
Public domain in the USA.

1868–1932
Best known for the eerie classic The Golem, this Austrian writer brought mysticism, satire, and the uncanny into modern literature. His work mixes dreamlike storytelling with a sharp sense of the strange forces shaping ordinary life.
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