
Ein schelmischer Erzähler namens Pater Hilarius führt die Zuhörer durch eine skurrile Heiligenlegende, die zugleich lehrreich und urkomisch ist. Schon im ersten Kapitel erklärt er, warum der Mensch das „größte Rindviech“ sei, und verbindet dabei bunte Tiroler Traditionen mit einer überspitzten Theologie. Der Stil schwankt zwischen liebevoll‑ironischer Beschreibung von Fastenpredigten und absurder Bildhaftigkeit, die das Ohr sofort fesselt.
Im Zentrum steht der heilige Bürokrazius, ein ungewöhnlicher Heiliger, der aus dem Himmel herabsteigt, um die Welt mit seiner bürokratischen Weisheit zu beglücken. Seine Abenteuer – das Finden eines Amtsschimmels, das Werben von Jüngern und das Erfinden merkwürdiger Erfindungen – werden mit trockenem Humor und einem Hauch von kulinarischer Folklore erzählt. Die Erzählung bleibt dabei locker und lässt viel Raum für eigene Vorstellungen, während sie zugleich subtile Kommentare zu Macht, Ordnung und menschlicher Torheit liefert.
Language
de
Duration
~2 hours (161K characters)
Publisher of text edition
Project Gutenberg
Credits
Produced by Louise Hope, Norbert H. Langkau and the Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
Release date
2008-09-23
Rights
Public domain in the USA.
Subjects

1866–1942
Known for warm, lively stories rooted in Tyrolean life, this Austrian writer also worked as a poet and novelist. His books range from local-color tales in dialect to popular love and marriage novels.
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